Saunas und Infrarotkabinen aus massivem Zirbenholz
Die Zirbelkiefer oder Zirbe ist ein Charakteristikum der Hochlagen der Alpen. Der immergrüne 20 bis 30 Meter hohe Nadelbaum gilt als der frosthärteste in den Alpen und verträgt Temperaturen bis unter -40° C und ist außerdem weitgehend resistent gegen Pilze. Die Alpen-Zirbe kommt in einer Höhe von 1.300 m bis 2.850 m über dem Meeresspiegel vor und versteht es hier hervorragend den extrem unwirtlichen Bedingungen zu trotzen. Unter allen Nadelgehölzen wächst sie am langsamsten und braucht etwa 40-70 Jahre um Mannshöhe zu erreichen. Dafür ist ihr Höhenwachstum erst mit 150-240 Jahren zu Ende und kann dann noch Jahrhunderte lang in die Dicke wachsen. Mit einem Alter von bis zu 1.000 Jahren ist sie ein wahrer Methusalem und gilt als „Königin der Alpen“.
Einsatzmöglichkeiten
Seit Jahrhunderten wird Zirbenholz zur Innenverkleidung von Bauernhäusern und Gaststuben, zur Herstellung von Betten und Truhen, für die Aufbewahrung von Lebensmitteln oder für Schindeln und Schnitzarbeiten genutzt.
Durch seine antibakterielle Wirkung verwendet man diese Holzart mittlerweile auch zum Bau von Saunas und Infrarotkabinen. Aufgrund des hohen Gehaltes an Holzinhaltsstoffen wie Harze und ätherische Öle weist das Zirbenholz einen angenehmen Geruch auf, der sich über lange Zeit erhält und die Zirbe zu einem Holz mit besonderem Wohlfühlcharakter macht. Besonders beim Aufheizen einer Sauna oder Infrarotkabine entfaltet sich der Duft des Holzes.
Wissenschaftliche Fakten
In einem von Joanneum Research in Weiz durchgeführten Forschungsprojekt konnten die positiven Auswirkungen von Zirbenholz auf den menschlichen Organismus erstmals mit wissenschaftlichen Methoden empirisch nachgewiesen werden. So wurde festgestellt, dass der angenehme Duft des Zirbenholzbettes die Schlaf- und Erholungsfähigkeit der Testpersonen fördert und in einem Zirbenzimmer laut Studie auch keine Wetterfühligkeit auftritt. Die bessere Nachterholung führte auch zu einer reduzierten Herzfrequenz, was eine Ersparnis von rund 3.500 Herzschlägen pro Tag entspricht. Und auch der vegetative Erholungsprozess in der anschließenden Ruhephase wurde beschleunigt.
Die Harze und Öle des Holzes bilden zudem eine gute Schutzwirkung gegenüber Motten und anderen Insekten und besitzen auch eine antibakterielle Wirkung.
Das Material der Wohnungseinrichtung hat offensichtlich größere Auswirkungen auf Befinden und Gesundheit als bisher bekannt ist.
Wiederentdeckung
Kein Wunder also, dass durch die Wiederentdeckung der positiven Eigenschaften der Zirbe auf den Menschen, diese zu einer wahren Renaissance im Möbelbau führen und sich neue Anwendungsgebiete auftun.
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